Skateranlage an der Albrecht-Dürer-Str.

In ihrer heutigen Ausgabe berichtet die RP über den drohenden Abbau der Skateranlage an der Albrecht-Dürer-Str. aufgrund von Streitigkeiten zwischen Anwohnern und Jugendlichen. Dies ist eine höchstunglückliche Entwicklung. Wir bedauern, dass die bisherigen Vermittlungsversuche zwischen den Beteiligten nicht erfolgreich waren.

Kinder und Jugendliche sind das Zukunftskapital jeder Gesellschaft. Gerade in und unter der Coronakrise leiden sie enorm. Deshalb brauchen Sie Orte und Angebote, die sie in ihrer Freizeit nutzen können. Wir wünschen uns daher den Erhalt des Spielplatzes mit Skateranlage an der jetzigen Stelle. Es muss weiterhin Ziel sein, zu einer einvernehmlichen Lösung zu kommen. Hierfür werden wir uns einsetzen und kurzfristig den Beteiligten ein Gesprächsangebot unterbreiten. Hierfür braucht es zunächst etwas Geduld und Ruhe, da ein derartiges Gespräch nur in Präsenzform Sinn macht.

Sollten alle Versuche scheitern, die Skateranlage an der Albrecht-Dürer-Str. zu erhalten, muss auf jeden Fall ein Ersatzangebot an geeigneter Stelle geschaffen werden. Dabei sind dann auch die Jugendlichen selbst (z.B. über die Jugendkonferenz) in die Planung einzubinden.

Es ist uns an der Stelle wichtig zu betonen, dass trotz der verständlichen Empörung nur eine sachliche Herangehensweise zielführend sein kann. Drohungen und Diffamierungen dürfen bei allen unterschiedlichen Standpunkten keinen Platz haben.

 

Für Sie im Stadtrat Thomas Siegers

Klimabeirat nimmt seine Arbeit auf

Der Klimaschutz ist eine der wichtigsten Herausforderungen der Gegenwart. Hierbei handelt es sich um ein gesamtgesellschaftliches Thema, denn jeder Einzelne ist gefordert. Der Politik kommt dabei die wichtige Aufgabe zu, die notwendigen Grundlagen in Form von realistischen Zielen, Aufklärung aller Beteiligten und Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen sicherzustellen. 

Auch wenn Klimaschutz eine globale Herausforderung ist, spielt die kommunale Ebene dabei eine wesentliche Rolle. Die CDU Korschenbroich hat das Thema daher frühzeitig mit einem umfassenden Positionspapier aufgegriffen und den Klimaschutz auch als eines der Schwerpunktthemen in ihrem Programm für die laufende Wahlperiode integriert.

Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer klimafreundlichen Stadt Korschenbroich wurde in der vergangenen Woche mit der konstituierenden Sitzung des Klimabeirates vollzogen. Dieses neu geschaffene politische Gremium befasst sich mit der Entwicklung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes wozu die Festlegung von Klimaschutzzielen, die Erarbeitung von Handlungsfeldern und die Sammlung und Priorisierung konkreter Klimaschutzmaßnahmen gehören.  

Da es sich um ein Arbeitsgremium handelt, dass Beschlüsse für die Fachausschüsse vorbereitet, tagt der Klimabeirat in der Regel nicht-öffentlich. An den Sitzungen der Ausschüsse, in denen konkrete Beschlüsse getroffen werden, wird die Öffentlichkeit regelmäßig beteiligt. Die CDU ist sehr froh, dass der Beirat trotz der Einschränkungen aufgrund der COVID-19-Pandemie, die Präsenzsitzungen nur im Ausnahmefall ermöglicht, mit einer digitalen Sitzung seine Arbeit aufgenommen hat.

Im elfköpfigen Beirat bestehend aus dem Bürgermeister, dem technischen Beigeordneten Georg Onkelbach und neun Ratsmitgliedern ist die CDU neben Bürgermeister Marc Venten, der dem Gremium vorsitzt, noch mit vier weiteren Personen vertreten, die wir nachfolgend kurz vorstellen möchten:

  • Tanja König ist 30 Jahre alt. Sie hat European Studies und Friedens- und Konfliktforschung studiert. Bevor sie mit ihrer Familie nach Korschenbroich gezogen ist, war sie als Referentin im Leitungsstab der CDU Baden-Württemberg tätig. Zzt. arbeitet sie als stellvertretende Geschäftsführerin beim Landesverband Erneuerbare Energien NRW e.V., ein Wirtschaftsverband, der für eine erfolgreiche Energiewende bis spätestens 2050 kämpft. Sie ist also eine ausgewiesene Expertin beim Thema regenerative Energien.
  • Fabian Schröer ist 32 Jahre alt. Er ist Master of Science im Bereich Wirtschaftschemie und hat anschließend in der Chemie promoviert. Seine Doktorarbeit steht noch aus. Inhaltlich hat er sich in der Umweltchemie tiefer mit dem Thema physikalische Berechnungen und Verständnis im Bereich Klima und Klimaforschung beschäftigt. Beim AStA, also der studentischen Selbstverwaltung, war er für den Bereich „politische Bildung für Nachhaltigkeit und Mobilität“ zuständig. Darüber hinaus war er Teil der Nachhaltigkeits AG der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Beruflich ist er als Projektmanager in einem Chemieunternehmen tätig, bei dem u.a. nachhaltige Prozesse und Produkte zu seinen Aufgabenbereichen gehören.
  • Wolfgang Lieser bringt seine Erfahrung aus langjähriger Ratsstätigkeit und als Sprecher der CDU-Fraktion im Ausschuss für Umwelt, Grundwasser und Klimaschutz ins Team ein. Er hat ein Studium der Biologie mit den Schwerpunkten Genetik, Physiologie und Ökologie absolviert. Am Gymnasium Korschenbroich, an dem er auch bis zu seinem Ruhestand stellvertretender Schulleiter war, hat er das Fach Biologie unterrichtet.
  • Thomas Siegers komplettiert das Team. Er ist Fraktionsvorsitzender der CDU-Ratsfraktion. Als Dipl. Sparkassenbetriebswirt bringt er die Schwerpunkte Kommunikation und Finanzen ein.

 

In der ersten Beiratssitzung hat Julia Federer, die Klimaschutzbeauftragte der Stadt Korschenbroich den Projektplan für die Aufstellung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes erläutert. Darüber hinaus hat sie die Energie- und Treibhausgasbilanz der Stadt Korschenbroich vorgestellt. Einige Erkenntnisse daraus: 

  • Mit 5,7 Tonnen pro Jahr liegt der durchschnittliche CO2-Ausstoß pro Einwohner in der Stadt Korschenbroich deutlich unter dem Bundesdurchschnitt (9,2 t CO2/EW). Dies hängt aber auch mit der Struktur der Stadt zusammen, als Wohnstandort mit unterdurchschnittlichem Gewerbeaufkommen.
  • 38 % des gesamten Stromverbrauchs in der Stadt Korschenbroich werden aus der Stromerzeugung mit erneuerbaren Energien vor Ort gedeckt.
  • Die führenden Verbrauchssektoren bei den Treibhausgasemissionen sind die Bereiche private Haushalte, Wirtschaft und Verkehr.

Das erste Fazit aus der Auswertung lautet: Die Ausgangsposition der Stadt Korschenbroich ist gut, nicht zuletzt weil auch bereits in der Vergangenheit Maßnahmen zum Klimaschutz durchgeführt wurden. Der Weg zur angestrebten Klimaneutralität, die bis zum Jahr 2050 verpflichtend zu erreichen ist, ist jedoch noch anspruchsvoll und verlangt allen beteiligten Akteuren enorme Anstrengungen ab.

Deshalb ist es wichtig, Handlungsfelder zu definieren, denen letztlich konkrete Maßnahmen zugeordnet werden. Insgesamt wurden sieben Handlungsfelder definiert:

  1. Strukturübergreifende Maßnahmen,
  2. Umweltfreundliche Mobilität,
  3. Nachhaltige Stadtverwaltung,
  4. Energieeffizienz im privaten Gebäudebestand,
  5. Effiziente Energieversorgung und Erneuerbare Energien,
  6. Klimaschutz in Unternehmen, und Klimaanpassung. 

Da der Klimaschutz alle betrifft, kann sich, wie bereits bei der städtischen Online-Umfrage zum Klimaschutz, auch weiterhin jeder aktiv einbringen. Im Rahmen der Ideensammlung für konkrete Klimaschutzmaßnahmen können auch Sie sich gerne mit Ihren Vorschlägen an uns wenden. Schreiben Sie uns Ihre Vorstellungen unter info@cdu-korschenbroich.de. Wir freuen uns über Ihre Beteiligung.

 

 

 

 

Anträge zum Haushalt 2021

Korschenbroich, den 30. November 2020

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
wir bitten Sie, die nachfolgenden gemeinsamen Anträge der CDU-Fraktion Korschenbroich und der SPD-Fraktion Korschenbroich im Rahmen der Beratungen zum Haushalt 2021 auf die Tagesordnung der Sitzung des Hauptausschusses am 08.12.2020 zu nehmen.

Mit freundlichen Grüßen

gez. Thomas Siegers Fraktionsvorsitzender CDU-Fraktion
gez. Marcel Knuppertz Fraktionsvorsitzender SPD-Fraktion

Anträge zum Haushalt 2021

Auf die im Haushaltsentwurf vorgesehene Anhebung des Hebesatzes für die Gewerbe- steuer wird verzichtet. Die Höhe des Ansatzes der Gewerbesteuer wird durch diese Maßnahme nicht verändert.

Bereits im November 2020 liegt das Gewerbesteueraufkommen der Stadt Korschen- broich trotz coronabedingter Einflüsse über 13 Mio. €. Darüber hinaus werden für das kommende Jahr erhebliche Nachholeffekte bei der Gewerbesteuer prognostiziert. Insofern erscheint der vorgesehene Ansatz für die Gewerbesteuer unter den gegebenen Rahmenbedingungen auch ohne eine Erhöhung der Gewerbesteuer realistisch erreichbar.

Gerade in der jetzigen Krisensituation ist jede zusätzliche Belastung für Gewerbebetriebe das falsche Signal. Steuererhöhungen sind unbedingt zu vermeiden.

Antrag 2: Grundsteuer A und B
Auf die im Haushaltsentwurf vorgesehene Anhebung der Hebesätze für die Grundsteuer A und B wird verzichtet.

Für die sich daraus ergebenden Mindererträge erfolgt unter Antrag 3 (Gewinnverwendung Städtischer Entsorgungsbetrieb) ein Kompensationsvorschlag.

Im Rahmen der Teilnahme am Stärkungspakt Stadtfinanzen muss die Stadt Korschen- broich auch im Haushaltsjahr 2021 einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen. Erhöhungen der kommunalen Steuern sind grundsätzlich ein Mittel, um vorhandene Haushaltsdefizite auszugleichen. Aufgrund der aktuellen Corona-Krise, die für die Bürgerschaft auf verschiedenste Arten erhöhte Belastungen bedeutet, sind Steuererhöhungen zum jetzige Zeitpunkt das falsche Signal und wären gleichzeitig eine unangemessene Benachteiligung gegenüber Kommunen, die nicht in der Verpflichtung der Aufstellung ausgeglichener Haushalte sind.

Antrag 3: Gewinnverwendung Städtischer Entsorgungsbetrieb

Der Haushaltsansatz für die Gewinnausschüttung aus dem städtischen Entsorgungsbetrieb wird für das Jahr 2021 um 855.343,76 € erhöht.

Zu diesem Zweck wird der für das Jahr 2020 nicht im Haushaltssanierungsplan veranschlagte Gewinnvortrag aus 2018 i.H.v. 601.043,76 € weiter auf das Haushaltsjahr 2021 vorgetragen. Der Beschluss-Nr. IX/1349/1 03.09.2020 soll daher aufgehoben und neu gefasst werden.

Darüber hinaus wird der Haushaltsansatz um die Differenz i.H.v. 254.300,- € zwischen der im Haushaltssanierungsplan veranschlagten Höhe der Gewinnausschüttung für das Jahr 2020 und dem lt. Wirtschaftsplan des SEK geplanten Jahresüberschuss erhöht.

Auf Grundlage der Vierteljahresberichte ist erkennbar, dass der SEK für das Wirtschafts- jahr 2020 seine Planansätze mindestens erreicht.

Kumuliert führen beide Maßnahmen zu einer Haushaltsverbesserung des Haushaltes 2021 i.H.v. 855.343,76 €.

Antrag 4: Mobilitätskonzept
Es wird ein ganzheitliches Mobilitätskonzept für die Stadt Korschenbroich erarbeitet, in dem ein Zielbild für die zukünftige Verkehrsinfrastruktur entwickelt wird und konkrete Vorschläge für die weitere Vorgehensweise unterbreitet werden. Hierfür werden Haus- haltsmittel i.H.v. 30 T€ zur Verfügung gestellt.

Das Mobilitätskonzept soll folgende Bereiche und Aspekte berücksichtigen:

  • Öffentlicher Personennahverkehr
    • Verdichtung des ÖPNV-Netzes unter Berücksichtigung der verschiedenen Verkehrsmittel (S-Bahn, Linienbus, Bürgerbus, Anrufsammeltaxis)
    • Erhöhung der Taktung des ÖPNV-Verkehrs in stark frequentierten Bereichen.
    • Verbesserung der ÖPNV-Anbindung unterversorgter Ortslagen
    • Optimierung des Schülerspezialverkehrs
  • KfZ-Verkehr
    • Einrichtung weiterer Tempo-30-Zonen
    • Identifikation von für Kreisverkehre geeigneten Kreuzungen o Verkehrssituation im Ortskern Korschenbroich
    • Ausbau der Ladesäuleninfrastruktur
  • Fahrrad- und Fußgängerverkehr
    • Ortsteilverbindendes Radverkehrswegenetz o Identifikation geeigneter Fahrradstraßen
    • Fahrradstellplätze
    • Sichere Schulwege

Antrag 5.1: Digitalisierung
Im Vorgriff auf ein ganzheitliches Digitalisierungskonzept der städtischen Schulen werden Haushaltsmittel für die Anschaffung von mobilen Endgeräten für die Schülerschaft der weiterführenden Schulen bereitgestellt, die im Rahmen eines Mietkaufmodells angeboten werden.

Im Rahmen des Mietkaufes werden die Anschaffungskosten durch monatliche Zahlungen der Nutzer im Zeitraum der Nutzungsdauer kompensiert. Nach Ablauf der vorgesehenen Nutzungsdauer geht das mobile Endgerät in das Eigentum des Nutzers über.

Die Verwaltung wird beauftragt, hierzu ein Konzept zu entwickeln, dass folgende Punkte enthält:

  • Gerätetyp und Ausstattungsmerkmale
  • Nutzungsdauer der Geräte und Ersatzbeschaffung
  • Vertragsgestaltung inkl. der Regelung der Haftung bei Verlust oder Beschädigung des Gerätes

Der Bedarf an I-Pads ist mit den Schulen abzustimmen.

Für eine zügige Umsetzung der Maßnahme werden investive Mittel i.H.v. 500 T€ im Haushalt eingestellt. Der zu bildende Haushaltsansatz wird bis zur Vorlage des Konzeptes mit einem Sperrvermerk versehen.

Anfrage 5.2: Digitalisierung

Die Verwaltung wird gebeten über den Sachstand und die weiteren Planungen zur Digitalisierung der Verwaltung zu berichten und zu informieren, ob für die Einhaltung des Zeitplans zusätzliche Haushaltsmittel erforderlich sind.

Antrag 6: Ausbau Gewerbegebiet Hasseldamm

Bei den zuständigen Stellen ist mit Nachdruck auf die Möglichkeit einer Erweiterung des Gewerbegebietes Hasseldamm in Richtung L361 hinzuwirken. Bei Umsetzung einer Erweiterung des Gewerbegebietes sollen Maßnahmen für eine optimale Anbindung an die S-Bahn-Linie für den Fahrradverkehr getroffen werden. Für die planerische Umsetzung der Maßnahme werden Haushaltsmittel i.H.v. 10 T€ bereitgestellt.

Antrag 7: Klimaschutzaspekt im Haushalt

Zum Zwecke eines Überblickes über die Investitionen im Bereich des Klimaschutzes soll die Einrichtung einer eigenen Haushaltsposition geprüft werden. Alternativ sind die Ausgaben zum Zwecke des Klimaschutzes jeweils zusätzlich gesondert auszuweisen (z.B. im Rahmen eines Klimaberichtes zum Haushalt).

Haushaltsrede von Thomas Siegers

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir haben es fast geschafft!

Für das letzte Jahr des Stärkungspaktes Stadtfinanzen haben wir einen ausgeglichenen Haushalt aufgestellt. Und die Risiken, dass wir den Haushaltsausgleich am Ende des nächsten Jahres nicht schaffen sind deutlich geringer als in den Vorjahren.

Damit nicht genug: Wir schaffen das Ganze ohne die Steuern erhöhen zu müssen und wir haben sogar noch die Möglichkeit, die notwendigen finanziellen Mittel bereitzustellen, um wichtige Projekte zu vollenden oder neu auf den Weg zu bringen.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

die Worte meiner überschwenglichen Einleitung entsprechen der Realität und würden einem Faktencheck mühelos standhalten. Und dennoch offenbaren sie nur einen Teil der Wahrheit, was einmal mehr verdeutlicht, welchen Spielraum Kommunikation bietet.

Leider gibt es noch weitere Fakten, die nicht so viel Anlass zur Freude bieten:

Das Jahr 2020 hat uns eine Krise beschert, die in diesem Ausmaß nicht zu erwarten war und deren Folgen wir noch nicht absehen können. Die COVID-19-Pandemie, die unser Leben massiv beeinträchtigt und die in aller Munde ist, wirkt sich auch auf den Haushalt der Stadt Korschenbroich aus. Insbesondere die Einnahmenseite ist für das kommende Haushaltsjahr fraglicher denn je. Und wenn wir nun für das Jahr 2021 einen ausgeglichenen Haushalt vorweisen können, dann täuscht das über die tatsächliche Situation hinweg, denn letztlich ist das nur mit einem Trick möglich. Dieser Trick ist allerdings legal und auch überaus sinnvoll. Ohne die Möglichkeit, coronabedingte Einflüsse im Haushalt zu isolieren wären wir von einem ausgeglichenen Haushalt weit entfernt den wir, das lässt sich aus den Daten ableiten, ohne diese Krise ziemlich sicher hätten darstellen können. Nun mehr haben wir aber zunächst geplant, mehr als fünf Millionen im Haushalt zu isolieren. Wieviel es am Ende tatsächlich sein wird, bleibt abzuwarten.

Um es mal bildlich auszudrücken: Damit schaffen wir es, dass das Schiff dem Sturm standhält, aber wir sind weit davon entfernt, in ruhiger See zu fahren und die Reparatur der Schäden wird uns noch Jahre beschäftigen.

Worauf kommt es jetzt an? Wichtig ist, dass wir trotz der Krise weiter gestalten und uns auf die Herausforderungen der Zukunft einstellen. Diese Herausforderungen liegen insbesondere in vier Themen, die wir auch im nächsten Haushaltsjahr im Fokus haben: Digitalisierung, Gewerbeansiedlung, Mobilität und Klimaschutz.

Weil es die Zeit nicht erlaubt, auf Details einzugehen, das wird dann im kommenden Jahr in der politischen Arbeit geschehen, möchte ich ein paar allgemeine Feststellungen hierzu machen:

Erstens:
Diese Themen sind nicht neu, wir kennen sie schon seit ein paar Jahren.

Zweitens:
Diese Themen haben in den letzten Jahren an Dynamik gewonnen. Das hätte man sicherlich erkennen können, aber keine politische Partei in Korschenbroich hat diese Themen wirklich so in den Mittelpunkt ihrer Politik gestellt, wie es jetzt der Fall und auch notwendig ist. Ich betone das, weil einige politische Kräfte so auftreten, als hätten sie es schon immer gewusst. Das mag ja sogar so sein, aber konkrete Vorschläge haben sie daraus offensichtlich nicht abgeleitet.

Drittens:
Auch wenn es in den vergangenen Jahren nicht im Fokus unserer Politik lag, waren wir nicht untätig und so hat Korschenbroich bei allen vier Themen bereits gute Fortschritte erzielt, was uns eine gute Ausgangslage beschert.

Viertens:
Was es nun braucht ist eine ruhige und besonnene Herangehensweise an die Themen. Keine Panikmache, keine Schnellschüsse, kein Stückwerk. Wir brauchen ganzheitliche Konzepte, die langfristig angelegt, finanziell tragbar sind und auch die Bürgerschaft überzeugen und mitnehmen. Ohne Akzeptanz in der Bevölkerung, werden wir gerade beim Klimaschutz, aber auch bei den Themen Mobilität und Digitalisierung nicht viel erreichen.

Fünftens:
Die Kooperation aus CDU und SPD hat hierzu richtungsweisende Beschlüsse auf den Weg gebracht, die zeigen, dass man auch in Krisenzeiten gestalten kann und dass die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt auch in Zukunft darauf vertrauen können, dass wir die Dinge konsequent angehen und Korschenbroich weiter entwickeln.

Nicht zuletzt dafür haben wir bei der Kommunalwahl einen überzeugenden Vertrauensbeweis erhalten, der gleichzeitig ein verantwortungsvoller Auftrag für die Zukunft ist, den wir gerne annehmen.

Um es mit dem renommierten us-amerikanischen Informatiker Alan Kay zu sagen: „Die Zukunft kann man am Besten voraussagen, wenn man sie selbst gestaltet!“

Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

„Die Lage ist ernst“

Pressemitteilung der CDU im Rhein-Kreis Neuss

Sitzung des Kreistages abgesagt
„Die Lage ist ernst“

In Abstimmung mit den Vorsitzenden der im Kreistag vertretenen Fraktionen erfolgte gestern die Absage der für den morgigen Mittwoch geplanten Sitzung des Kreistages mit Blick auf die Zuspitzung der pandemischen Lage.

Das Hauptaugenmerkt der Sitzung sollte auf die Einbringung des Entwurfes des Kreishaushaltes durch Landrat Hans-Jürgen Petrauschke gelegt werden. Stattdessen vereinbarte die Kreisverwaltung eine Videokonferenz der Fraktionsvorsitzenden um etwaige Beschlüsse im Sinne der Dringlichkeit fassen zu können.
Dr. Dieter W. Welsink, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion, stimmt dem Vorgehen der Verwaltung zu. „Wir begrüßen die Absage der Kreistagssitzung ausdrücklich. Die aktuelle Situation mahnt jede und jeden von uns zu vernünftigem Handeln. Eine Sitzung mit 76 Abgeordneten plus Verwaltungsspitze und weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kreisverwaltung in einem Raum, wenngleich es sich dabei um eine verhältnismäßig große Sporthalle handelt, wäre aus unserer Sicht nicht angebracht gewesen.“ Den Kreispolitikern wohne eine gewisse Vorbildfunktion inne, so Dr. Welsink weiter. „Zugleich soll natürlich jede und jeder Anwesende der Sitzung vor einer möglichen Infektion geschützt werden. Die Lage ist ernst und wir sind als Gesellschaft dazu verpflichtet die am Sonntag beschlossenen Maßnahmen mitzutragen. Nur gemeinsam bekommen wir das Virus in den Griff.“

„Das Infektionsgeschehen in Deutschland und die zunehmende Belastung unseres Gesundheitssystems – allen voran für das Personal und die Ärzteschaft in den Krankenhäusern, Rehabilitationseinrichtungen sowie der ärztlichen und therapeutischen Praxen aber auch für die engagierten Kräften in den Pflegeeinrichtungen im Kreisgebiet – verdeutlicht den Ernst der Lage. Covid-19 ist eine potenziell tödlich verlaufende Krankheit und kann auch bei asymptomatischem Verlauf schwerwiegende Symptome entwickeln“, fügt die CDU-Kreistagsabgeordnete Barbara Brand in ihrer Funktion als Vorsitzende des neu gegründeten Gesundheitsausschusses im Kreistag an.

In Anbetracht der engagierten Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kreisgesundheitsamtes macht Brand deutlich, dass die Kontaktverfolgung insbesondere durch Treffen im privaten Raum erschwert werde. „Die Damen und Herren im Gesundheitsamt gehen seit Wochen an die eigenen Belastungsgrenzen und darüber hinaus, um die Infektionsketten nachverfolgen zu können und so die Verbreitung des Virus einzudämmen. Unsere Pflicht als Teil dieser Gesellschaft besteht in meinen Augen darin, die Zahl der Kontakte – auch im Privaten – auf ein notwendiges Minimum zu beschränken und somit die Maßnahmen der Bundes- und Landesregierung und die AHA-Regeln zu unterstützen.“

Natürlich widersprechen Kontaktbeschränkungen der Idee von Weihnachten als Fest der Familie, an dem man seine Liebsten besucht und die gemeinsame Zeit genießt. Doch, betonen Brand und Dr. Welsink gemeinsam, müsse der Verzicht auf Kontakt zum Schutze der eigenen Gesundheit und der der Familienmitglieder in diesem Jahr als wertschätzende Geste und solidarischen Akt verstanden werden. „Wenn wir schnellstmöglich verhindern wollen, dass täglich mehrere hundert Menschen an oder mit Covid-19 sterben, dass Patienten im Krankenhaus ohne Besuch auskommen müssen, dass Sterbende wie Angehörige sich nicht voneinander verabschieden können, dass pflegebedürfte Personen in Einrichtungen nur sehr eingeschränkt Besuch empfangen können, dann müssen wir nun alle gemeinsam auch über die Festtage die Infektionszahlen während dieses harten Lockdowns durch unser Handeln positiv beeinflussen. Wir haben es selbst in der Hand“ mahnt Dr. Welsink abschließend.

Ehrenamt und Ehrenlotsen

Ehrenamt 2020
Der internationale Tag des Ehrenamtes- 5.12.eines Jahres- ist im CDU-Ortsverband seit nun 26 Jahren Anlass, freiwilliges bürgerschaftliches Engagement sichtbar zu machen und aus der Selbstverständlichkeit des Alltags hervorzuheben.

Glehn darf sich -wie andere Stadtteile in Korschenbroich-glücklich schätzen, über ein hohes ehrenamtliches Engagement vertrauen zu können. In über 50 Vereinen und Organisationen sind die Glehner ehrenamtlich tätig und gestalten durch vielfältige Aktivitäten das Gemeinwohl. Ohne diese Vielfalt an freiwilligem bürgerschaflichen Einsatz im Sport, Kultur, Sozialem, in Begegnung und Geselligkeit, wäre das Gemeindeleben um ein Vielfaches ärmer. Die Unterstützung der Vereine ist ein großes Anliegen in der CDU-Kommunalpolitik. Dabei sind es die einzelnen Menschen, die in der jeweiligen Funktion oder Aufgabe zur Bereicherung des Gemeinwohls beitragen. Die Auszeichnung „Ehrenamtler des Jahres“ nimmt den Einzelnen in den Blick und sagt Dankeschön für das konkrete ehrenamtliche Tun.

Als „Ehrenamtler 2020“ sind in Glehn drei Personen ausgezeichnet, die sich auf ganz unterschiedliche Art und Weise einbringen. Violo Kames, die 9 Jahre lang ehrenamtlich als Elternlotsin für einen sicheren Schulweg der Glehner Schüler sorgte.Gleichzeitig über 7 Jahre die Organisation dieses Dienstes bis MItte 2020 wahrnahm, und nicht nur für einen reibungslosen Ablauf sorgte, sondern Eltern zum Mittun motivierte. Heute sind 24 Mütter und Väter an jedem Schultag zur Sicherung von Strassenüberquerung zur Stelle. Gabi Holling übt ihr Engagement in Stille aus. Seit Jahren pflegt sie das Wegekreuz Am Heisterdahl in Lüttenglehn. Sie sorgt für Sauberkeit und Ordnung am und um das Kreuz und stellt frische Blumen auf. Dieser Dienst erinnert an die Heinzelmännchen von Köln, die ohne gesehen zu werden, Arbeiten erledigten, an denen sich Menschen anschlieend erfreuten. Katharina Faupel wird ausgezeichnet für ihr Engagement im Interesse der Umwelt und Wahrung unser aller Natur. Kennengelernt hat sie die Initiative CleanUp am Rheinufer, an der sich sich als Sammlerin von Unrat am Flussufer beteiligte.

Sie stellt schnell fest, dass es nicht nur dort sondern an viel zu vielen Stellen Müll gibt, der die Natur belastet, selbst in Glehn. 2019 gründete sie mit ihrer Schwester die Initiative Glehner ClenaUp. seit nun mehr als einem Jahr sammelt sie regelmäßig Müll in der Natur auf und entsorgt diesen sachgerecht. Sie motiviert durch ihr Vorbild Menschen zum Mittun, unverbindlich, freiwillig und selbstlos. Herzlichen Dank allen ehrenamlich und freiwillig tätigen Menschen in Glehn und überall.

Elternlotsen
Die 24 Mütter und Väter, die dem Glehner Elternlotsen-Dienst aktuell angehören, sicher an jedem Schultag bei Wind, Regen und Sonnenschein den Schulweg der Glehner Grundschüler. An ungesicherten Überquerungen, stehen sie jeden Morgen bereit, die Schüler und Schülerinnen über die Strasse zu geleiten, indem die Autofahrer angehalten werden bevor die Kindern die Strassenseite wechseln.Die Elternlotsen gewährleisten zum einen den morgendlichen sicheren Schulweg und zum anderen bieten sie Eltern die Möglichkeit, die Selbständigkeit der eigenen Kinder zu fördern. Mütter-Taxis sind oft ein Mittel, der Sorge um die Kinder zu begegnen. Das Wissen um einen sicheren Schulweg auch und besonders in der dunklen Jahreszeit sowie das Vertrauen in die Elternlotsen schafft eine Voraussetzung, die Kinder sich selbständig auf den Schulweg zu begeben und damit Selbstvertrauen zu gewinnen, zu wachsen. Daniel Bresser nimmt als Vaterlotse auch die Organisation des Dienstes wahr und sorgt hier für einen reibungslosen Einsatz an allen Schultagen.

Die Elternlotsen helfen den Kleinsten und Schwächsten im Strassenverkehr und stehen somit in der Nachfolge des Hl. Nikolaus, stellt Ellen Wappenschmidt-Krommus, CDU_Vorsitzende, fest und weiter „jeder Helfer braucht als Motivation für sein selbstloses Tun Anerkennung und Wertschätzung“.

Am Nikolaustag überreicht der CDU- Ortsverband traditionsmäßig den Elernlotsen an den Überwegen bzw. an der Haustür eine gut bepackte Nikolaustüte mit einem Herzlichen Dankeschön für den wetrvollen Dienst zum Schutz der Glehner Schulkinder.