Haushaltsrede zum Haushalt der Stadt Korschenbroich 2026

Sitzung des Rates der Stadt Korschenbroich am 26. Februar 2026

Thomas Siegers
Vorsitzender der CDU-Fraktion

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
meine sehr geehrten Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

vorgestern vor vier Jahren begann die russische Invasion der Ukraine auf breiter Front. Ein Angriffskrieg, der bis heute anhält.

Der Gedanke, dass ein Krieg in Europa wieder möglich wird, war für uns bis dahin unvorstellbar. Der Frieden um uns herum gehörte zu den Selbstverständlichkeiten unseres Lebens.

Selbstverständlich war für uns auch, dass die USA ein verlässlicher Partner sind und dass Demokratien stabil genug sind, um radikalen Kräften standzuhalten.

Heute wissen wir: Nichts davon ist selbstverständlich.

Müssen wir uns an das Ungewöhnliche gewöhnen? Das sollten wir nicht tun.

Hoffnung auf Frieden, auf Vernunft, auf verantwortungsvolles Handeln sollten wir nicht aufgeben. Aber wir müssen vermutlich lernen, mit solchen Situationen umzugehen, ohne sie zu akzeptieren.

Ungewöhnlich ist auch die Situation beim Haushalt unserer Stadt Korschenbroich.

Wenn alle Fraktionen dem Haushalt zustimmen, wie in der Vorberatung im Hauptausschuss geschehen, dann ist dieser entweder außergewöhnlich gut oder die externen Umstände sind außergewöhnlich herausfordernd.

Leider ist es nicht die erste Alternative.

Die finanzielle Situation

Die Zahlen sind deutlich und sie sind ernst.

Wir sprechen über ein Defizit im knapp zweistelligen Millionenbereich und wir müssen ein Haushaltssicherungskonzept aufstellen.

Das ist eine Situation, die uns allen nicht gefallen kann und die niemand hier im Raum leichtfertig hinnimmt.

Aber auch hier gilt: Wir müssen lernen, damit umzugehen, ohne es zu akzeptieren.

Unabhängig davon, welche Meinung man zur Vergangenheit vertritt, scheint es einen breiten Konsens zu geben, dass unser direkter Einfluss auf die jetzige Haushaltssituation signifikant gering ist.

Schwächelnde Konjunktur, steigende Personalanforderungen verbunden mit steigenden Personalkosten, steigende Umlagen – allen voran die Kreisumlage –, steigende Kosten für die Unterbringung von geflüchteten Menschen und steigender Investitionsbedarf machen die Situation besonders schwierig.

Es sind Umstände, denen wir uns nicht entziehen können.

Strukturelle Probleme

Besonders belastend sind zwei Faktoren:

Erstens:
Die Nichteinhaltung des Konnexitätsprinzips, also die Bereitstellung entsprechender Mittel zur Aufgabenerfüllung durch Bund und Land.

Zweitens:
Der bundesweite Spitzenplatz Nordrhein-Westfalens beim Kommunalisierungsgrad, also beim finanziellen Anteil der Kommunen an den Gesamtaufgaben.

Unterstützungen wie das Altschuldenentlastungsgesetz oder Infrastrukturprogramme können die Belastungen nicht ausreichend abfedern.

Das Haushaltsdefizit ist weit überwiegend strukturell bedingt.

Die Stadt Korschenbroich schneidet bei den Pro-Kopf-Ausgaben gut ab, die Gewerbesteuereinnahmen sind in den letzten zehn Jahren um rund 120 Prozent gestiegen und die freiwilligen Leistungen machen nur einen kleinen Anteil aus.

Trotzdem gelingt es nicht, einen ausgeglichenen Haushalt aufzustellen.

Was jetzt zu tun ist

Eine einfache Lösung haben wir nicht.

Die Haushaltszahlen haben sich innerhalb kurzer Zeit stark verschlechtert.

Auch hier gilt: Mit der Situation umgehen, ohne sie zu akzeptieren.

Für dieses Jahr bedeutet das zwei Dinge.

Erstens: Wir müssen entscheiden, was wir uns trotz der angespannten Finanzlage weiterhin leisten wollen und können.

Bei den gemeinsamen Haushaltsanträgen mit der SPD ging es nicht in erster Linie um Einsparungen, sondern darum, welche Maßnahmen für Korschenbroich weiterhin wichtig sind.

Dazu gehören:

  • Notfall- und Krisenmanagement
  • Verkehrsinfrastruktur
  • Ausbau des Bürgerbusses
  • Förderung des Fahrradverkehrs
  • Schulsozialarbeit

Gleichzeitig verzichten wir bewusst auf bestimmte Maßnahmen:

  • keine sofortigen Steuererhöhungen
  • kein Verkauf der Bürgerhäuser
  • keine zusätzlichen Belastungen für Vereine
  • keine gravierenden Einschnitte bei freiwilligen Leistungen
  • kein Stopp notwendiger Investitionen

Hier müssen wir zunächst „Pohl halten“, also standhaft bleiben.

Der Weg aus der Haushaltskrise

Der Weg aus der Haushaltskrise führt über das Haushaltssicherungskonzept.

Ein Haushaltsausgleich muss innerhalb von zehn Jahren erreicht werden. Das verschafft uns Zeit, verlangt aber gleichzeitig tragfähige Lösungen.

Dazu gehören auch schwierige Entscheidungen.

Mögliche Maßnahmen betreffen unter anderem:

  • Gewerbesteuer
  • Grundsteuer
  • Hundesteuer
  • Vergnügungssteuer
  • Kosten der Rattenbekämpfung
  • Personalbewirtschaftung

Diese Maßnahmen sind unpopulär und stellen viele Bürgerinnen und Bürger vor Herausforderungen.

Gleichzeitig zeigen sie einen möglichen Weg aus der Krise.

Geplante Steuererhöhungen werden wir mittragen, setzen uns aber dafür ein, dass mögliche zweite Schritte moderater ausfallen oder vielleicht gar nicht notwendig werden.

Garantieren lässt sich das derzeit jedoch nicht.

Ausblick

Wir schlagen diesen schwierigen Weg ein mit dem Ziel, den Haushalt der Stadt Korschenbroich langfristig auf solide Beine zu stellen.

Wir werden dem Haushalt zustimmen und weiter an der guten Entwicklung unserer Stadt arbeiten.

Mein besonderer Dank gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung sowie der Verwaltungsspitze für ihre Arbeit.

Ebenso danke ich allen politischen Kräften im Rat für die konstruktive Zusammenarbeit.

Ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam weiter an einer positiven Entwicklung unserer Stadt arbeiten können.

Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Stellungnahme der CDU Korschenbroich zur Neuorganisation der Polizei

Sicherheit hat Vorfahrt: CDU kämpft für starke Polizeipräsenz in Korschenbroich

Die für den März 2026 angekündigte Neuorganisation der Polizeistrukturen im gesamten Rhein-Kreis Neuss ist ein Thema, das derzeit viele Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt bewegt. Auch uns erreichen zahlreiche Fragen und besorgte Stimmen aus der Bevölkerung.

Für die CDU Korschenbroich ist die Haltung dazu unmissverständlich: Die Sicherheit unserer Stadt und ihrer Menschen hat für uns absolute Priorität. Wir dulden keine Kompromisse, die das Sicherheitsgefühl oder die tatsächliche Lage vor Ort schwächen könnten.

Sondersitzung des Hauptausschusses beantragt

Um Transparenz zu schaffen und die Pläne der Kreispolizeibehörde kritisch zu hinterfragen, haben wir als CDU-Fraktion aktiv gehandelt. Auf unseren Antrag hin wurde eine Sondersitzung des Hauptausschusses anberaumt.

Diese findet am kommenden Donnerstag, den 29. Januar 2026, statt. Ziel dieser Sitzung ist es, die konkreten Auswirkungen der geplanten Strukturreform auf Korschenbroich intensiv zu beraten und sicherzustellen, dass die Interessen unserer Stadt gewahrt bleiben.

„Veränderungen in der Organisation dürfen keinesfalls zu Lasten der Sicherheit vor Ort gehen. Wir stehen für eine Polizei, die sichtbar und ansprechbar bleibt.“

Unsere Forderungen für Korschenbroich

Wir setzen uns in den kommenden Beratungen nachdrücklich für folgende Punkte ein:

  • Sichtbare Präsenz: Streifenwagen und Polizeibeamte müssen im Stadtbild weiterhin regelmäßig präsent sein.
  • Schnelle Reaktionszeiten: Im Notfall zählt jede Minute. Die Neuorganisation darf die Eintreffzeiten der Polizei nicht verlängern.
  • Verlässlichkeit: Die Bürgerinnen und Bürger müssen sich darauf verlassen können, dass die Polizei auch in Zukunft ein starker Partner in unserer Mitte ist.

Unser Versprechen

Sicherheit ist ein Grundbedürfnis. Wir werden den Umstrukturierungsprozess kritisch und konstruktiv begleiten. Unser Ziel bleibt eine starke Polizei für Korschenbroich – heute und in Zukunft.


Haben Sie Fragen oder Anregungen zu diesem Thema? Kontaktieren Sie uns gerne oder besuchen Sie die öffentliche Sitzung am 29. Januar.

Stellungnahme der CDU Korschenbroich zur Neuorganisation der Polizei

Erster Advent

Heute zünden wir die erste Kerze an ein kleines Licht, das uns daran erinnert, wie wichtig Hoffnung, Wärme und Zusammenhalt sind.
Möge dieser Advent euch Ruhe schenken, Zeit für die schönen Momente des Lebens und Vorfreude auf alles, was kommt. 🕯️🤍

Lasst uns die Adventszeit bewusst genießen mit Menschen, die uns wichtig sind, und Augenblicken, die unser Herz wärmen.Einen wundervollen Start in die Vorweihnachtszeit! ✨🎄

Feierlicher Abschluss der letzten Ratssitzung des Jahres

Im feierlichen Rahmen der letzten Ratssitzung des Jahres würdigte die CDU-Fraktion Korschenbroich ihre langjährigen und verdienten Ratsfrauen und Ratsmänner, die zum Ende der Wahlperiode aus dem Rat der Stadt Korschenbroich ausscheiden.

Die Verabschiedung bot Gelegenheit, auf das große Engagement und die geleistete ehrenamtliche Arbeit der scheidenden Mitglieder zurückzublicken und ihnen den gebührenden Dank auszusprechen.

Die CDU-Fraktion Korschenbroich dankt von Herzen für die vertrauensvolle Zusammenarbeit, den unermüdlichen Einsatz und die wertvollen Beiträge zur positiven Entwicklung unserer Stadt in den vergangenen Jahren. Ihr ehrenamtliches Engagement ist die tragende Säule unserer lokalen Demokratie.

Wir bedanken uns bei:
Marlene Hülser

Raymond Opszalski

Hans-Willy Türks

Klaus-Peter Schöttke

Wolfgang Kauerz

Wolfgang Lieser

Fraktionsvorsitzender Thomas Siegers und Bürgermeister Marc Venten übermittelten persönlich die besten Wünsche für die Zukunft.

Die CDU-Fraktion Korschenbroich wünscht allen Ausscheidenden für ihren weiteren Lebensweg alles Gute, Gesundheit und Erfolg!

 

(V.l.n.r.) Fraktionsvorsitzender Thomas Siegers, Raymond Opszalski, Marlene Hülser, Bürgermeister Marc Venten, Hans-Willy Türks, Klaus-Peter Schöttke, Wolfgang Kauerz, Christiane Schläwe und Wolfgang Lieser.

CDU-Fraktion Korschenbroich trifft wichtige Personalentscheidungen

Korschenbroich, 27. Oktober 2025

Presseinformation

CDU-Fraktion Korschenbroich trifft wichtige Personalentscheidungen

Gut sechs Wochen nach der für die CDU Korschenbroich äußerst erfolgreichen Kommunalwahl und wenige Tage vor Beginn der neuen Wahlperiode traf sich die CDU-Fraktion zu ihrer konstituierenden Sitzung, um wichtige Personalentscheidungen zu treffen.

In den vergangenen Wochen hatte die aus dem Stadtverbandsvorsitzenden Dirk Kartarius sowie der bisherigen Fraktionsspitze Thomas Siegers, Peter Berger und Jörg Siegers gebildete Verhandlungskommission wichtige Entscheidungen vorbereitet, über die die neue Fraktion nun abschließend zu befinden hatte.

Im Mittelpunkt stand dann auch der einstimmige Beschluss über die Fortsetzung der Kooperation mit der SPD (siehe gemeinsame Presserklärung von CDU und SPD).

Bevor sich die neugewählte Ratsfraktion formal konstituierte, wurde es jedoch zunächst feierlich, da mit Marlene Hülser, Heinz Kolvenbach, Wolfgang Lieser, Raymond Opszalski und Hans-Willi Türks die fünf nach Ablauf der Wahlperiode ausscheidenden Mitglieder verabschiedet wurden.

Im Anschluss wurde der Fraktionsvorstand neu gewählt. Hier setzt die CDU auf Kontinuität. Thomas Siegers wurde einstimmig im Amt des Fraktionsvorsitzenden bestätigt. Auch die beiden Stellvertreter Peter Berger und Jörg Siegers erhielten das erneute Vertrauen der Fraktion, ebenso der Fraktionsgeschäftsführer Julian Meyers. Neuer stellvertretender Geschäftsführer ist Uwe Frye.

Eine weitere richtungsweisende Personalentscheidung wurde mit der Nominierung einer Kandidatin für das Amt der ersten stellvertretenden Bürgermeisterin getroffen. Die CDU-Fraktion sprach sich einstimmig dafür aus, Christiane Schläwe aus Glehn als Nachfolgerin des langjährigen stellvertretenden Bürgermeisters, Hans-Willi Türks, für dieses Amt vorzuschlagen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Siegers
(Fraktionsvorsitzender)

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